Rastplatz am Heuberg

Am 9. September 2009 wurde die Informationssäule als erste im Beisein von Bürgermeister Guido Orthen ihrem Zweck übergeben. Seitdem werden Sitzgruppe und Rasen hier von der Stadt gepflegt und der Ort als willkommener Rastplatz von Spaziergängern und Wanderern angenommen. Hier führen der Rotweinwanderweg und der Weg zur Landskrone vorbei. Der Weg zur Burgruine verläuft in Verlängerung der Ritterstraße gerade aus, am Bildstock „Maria Hilf“ vorbei, über das Hochplateau zum Vulkankegel der Landskrone.

Geologie:

Das Hochplateau des Heubergs, auf dem wir uns hier befinden, gehört zum östlichen Teil des vom Rhein bei Remagen bis westlich Altenahr sich erstreckenden Ahrsattel. Diese gewölbte Hochfläche wird im Westen durch die Landskrone als vom Magma hochgeschobener Schlot überragt, der aber nicht zum Ausbruch kam, ein Domberg! Er verursachte u.a. das Einfallen des Ahrsattels als heutiges Lohrsdorfer Köhlerhoftal, in das wir hier hineinsehen. Der Lohrsdorfer Koppen - auf der gegenüber liegenden Seite des Tales - ist die Verlängerung des Ausläufers der Landskrone, des Heuberges, nach Osten bis zum Rhein bei Remagen. Der nordöstlich des Köhlerhofes entspringende Bach fand so sein Bett nach Lohrsdorf und mündete über die Lohrsdorfer Talaue in die Ahr.

Ahr-Sattel: Östlich der Linie A-A und nördlich der Ahr befindet sich das Hochplateau der Lohrsdorfer Gemarkung, hier grün unterlegt. Die Punkte kennzeichnen die Basaltvorkommen (Landskrone, Neuenahrer Berg).

Wegenetz

Die heutige nördliche Gemarkungsgrenze von Lohrsdorf wird auf der Hochfläche durch die Aachen-Frankfurter-Heerstraße (AFH) tangiert, schon zur Keltenzeit eine wichtige Handels- und Verbindungsstraße, sie wurde bereits von den Römern benutzt, fungierte im Mittelalter als Krönungsstraße der deutschen Könige und war schließlich Wallfahrtsweg zu den Aachener Heiligtümern. Zum Schutz dieser bedeutenden Straße ließ der deutsche König, Philipp von Schwaben die Reichsfeste Landskron bauen.

Am heutigen „Landskroner Hof“, an der alten Abzweigung von der AFH zur Burg befindet sich eine Andachtskapelle mit einem Steinrelief der Kreuzigung Jesu! Die Kapelle wurde zu Beginn des Jahrhunderts von einer Gruppe Senioren aus Gimmigen in lobenswerter Weise renoviert.

Die Hochfläche der Gemarkung Lohrsdorf ist von einem Netz von Wegen durchzogen, zum ehemaligen Rittergut Köhlerhof, heutiger Golfplatz, zu den Gemeinden Lohrsdorf, Gimmigen, Kirchdaun, Sinzig, Remagen, zum Lohrsdorfer Koppen zur Reichsfeste Landskrone.
Andachtskapelle an der Kreuzung Aachen-Frankfurter-Heerstraße und Jakobsweg in der Nähe des Landskroner Hofes.
Am rechten Rand des Fotos sehen wir die AFH-Straße von Gimmigen kommend, an der Kapelle vorbei zum Gelände des Köhlerhofes verlaufen. Ostwärts vor der Kapelle (nicht sichtbar!) verläuft ein aufgeschütteter Dammweg, der zeitweise ebenfalls als AFH-Weg benutzt wurde,  am Landskroner Hof vorbei durch  offenes Feld in Richtung Sinzig.
Biegen wir an der Kapelle südwärts Richtung Landskrone, so befinden wir uns auf einem altehrwürdigen Wallfahrtsweg, auf dem jahrhundertelang Pilger von Bonn aus durch die Ahreifel, der Gemarkung Lohrsdorf nach dem spanischen Santiago de Compostella zum Grab des Apostels Jakobus pilgerten. Fast schnurgerade zog sich der Weg durch Felder und Waldstücke bis zur „Richtstätte“ am Hochplateau vor dem Direktaufstieg zur Marienkapelle und zur Reichsfeste Landskron. Hier konnten die
Pilger im Schutze der Burgbesatzung rasten.

Kapelle am Köhlerhof
Wesentlich jünger als die Kapelle am Landskroner Hof ist die Gedenkkapelle am Köhlerhof. Die dortige Gedenktafel spricht für sich selbst.