Amtliche Informationen von Hans-Jürgen Juchem

Informationen aus dem Rathaus

26.04.2022

Newsletter zum Wiederaufbau in Rheinland-Pfalz
26.04.2022

Sehr geehrter Herr Caspers,

im Landkreis Ahrweiler sucht die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz einen neuen Standort für ein Dorf-Büro. Was es damit auf sich hat, berichtet Rainer Zeimentz, Vorstand der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz.
 
Was bringt ein Dorf-Büro?
 
Die Dorf-Büros oder Coworking Spaces bringen die Arbeit zurück in den Ort. Es sind Gemeinschaftsbüros, in denen man sich flexibel einen Arbeitsplatz anmieten kann. Während der Pandemie haben viele Büroarbeiterinnen und Büroarbeiter und auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gelernt, dass und wie mobiles Arbeiten und Homeoffice möglich sind. Ein Dorf-Büro kann dabei helfen, Privates und Berufliches besser zu trennen. Gleichzeitig kann der Kontakt zu Gleichgesinnten im Dorf-Büro neue Impulse schaffen, und sei es nur für den Büroschnack zwischendurch. In jedem Fall reduzieren die Dorf-Büros Pendlerströme, wenn die Fahrt zum Arbeitgeber entfällt. Im von der Flut geschundenen Landkreis Ahrweiler können sich Betroffene durch das Dorf-Büro unter Umständen den weiteren Anfahrtsweg zur Arbeit sparen, damit sie mehr Zeit für den Wiederaufbau haben.
 
Wie haben sich die Dorf-Büros in Rheinland-Pfalz entwickelt?
 
An acht Orten in Rheinland-Pfalz haben Kommunen in den vergangenen drei Jahren ihre eigenen Dorf-Büros mithilfe der Entwicklungsagentur und des Innenministeriums eingerichtet und finanziert. Die Angebote reichen von der „Amtsstube“ in den historischen Räumlichkeiten in Annweiler am Trifels bis zum „Coworking DeuLux“ an der deutsch-luxemburgischen Grenze mit internationalem Flair, in Langsur-Wasserbilligerbrück. Mal wurde das Büro im Dorf-Gemeinschaftshaus eingerichtet, mal im ehemaligen Kreiswasserwerk wie bei dem „Schreibtisch in Prüm“. Neben flexibel mietbaren Schreibtischen stehen immer Internetzugänge und gemeinsam nutzbare Drucker und ein Besprechungsraum sowie eine kleine Teeküche zur Verfügung.   
 
Jetzt soll ein neues Dorf-Büro im Landkreis Ahrweiler entstehen. Was müssen Kommunen dafür tun?
 
Wichtig ist ein überzeugendes Konzept. Im Vorfeld gilt es, neben der geeigneten Örtlichkeit denkbare Buchungsangebote, die Ausstattung und eine zuverlässige Betreuung sicherzustellen. Das muss nicht immer jemand aus der Verwaltung sein, es kann sich auch ein Cafébetrieb, eine selbstständige Programmiererin oder ein IT-Fachbetrieb dazu bereit erklären. Er oder sie muss nicht während der gesamten Öffnungszeiten im Dorf-Büro sein, aber sollte schon regelmäßig vor Ort sein. Bei der Entwicklungsagentur hilft ein kleines Team beim Beantworten der wichtigsten zu klärenden Fragen – von der Versicherung bis zum Abrechnungssystem, vom Fluchtwegeplan und der wöchentlichen Grundreinigung bis zur Frage, wer für Druckerpapier, Toner und die Kaffeeversorgung zuständig ist. Finanziell wird das neue Dorf-Büro mit bis zu 100.000 Euro in den ersten drei Jahren unterstützt. Die Kommune verpflichtet sich, das Dorf-Büro anschließend zwei weitere Jahre zu finanzieren. Die Bewerbungsunterladen stehen jetzt für Kommunen im Landkreis Ahrweiler zum Download zur Verfügung. Sie geben einen guten Überblick über die nötigen Vorarbeiten.  
 
Vielen Dank, Rainer Zeimentz!

Die Landesregierung bleibt an Ihrer Seite.
 
Mit freundlichen Grüßen

 
Nicole Steingaß
Staatssekretärin
Landesbeauftragte für den Wiederaufbau 

 

11.04.2022

Sehr geehrte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Gemeinden, die vom Begegnungsbus bereits besucht werden,

sehr gerne möchte ich Sie und die Bewohner Ihrer Ortschaften zum Osterevent von Haus der Hoffnung am 16. April ab 10 Uhr einladen.

In Laach in der Lochmühle wird es ein buntes Kinderprogramm, diverse Verpflegungsmöglichkeiten und einen Gottesdienst geben.

Angehängt habe ich den digitalen Flyer, den sie gerne auf sämtlichen, Ihnen möglichen Arten veröffentlichen und weiterleiten können.

Ich würde mich freuen, Sie dort zu treffen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Haustein

Haus der Hoffnung e.V.

Walporzheimer Str.30

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

email: katrin.haustein@haus-hoffnung.de

Telefon: +49 157 53293271

05.04.2022

Liebe Bürgermeister und Ortsbürgermeister in den vom Hochwasser betroffenen Kommunen, 

die Kreisverwaltung Ahrweiler hat uns freundlicherweise Ihre Mail-Adressen zur Verfügung gestellt. 


Herzenssache e.V., die Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank hatte letztes Jahr zur Hochwasserhilfe eine Spendenaktion für gemeinnützige Organisationen gestartet, die sich um Kinder und Jugendliche kümmern. 
Viele Menschen haben gespendet, diese Fördermittel möchten wir gerne an die richtigen Stellen bringen. 

Dazu bitten wir um Ihre Mithilfe: Bitte informieren Sie in Frage kommenden Organisationen über unsere Fördermöglichkeiten. 
Da vielleicht noch nicht alle von uns wissen, hier der Link zu Online-Antrag auf dem sich gemeinnützige Organisationen in Rheinland-Pfalz um diese Fördermittel bewerben können. 

Bitte beachten Sie, dass wir satzungsgemäß nur für Kinder und Jugendliche und ihre Familien da sind, keine Einzelfallhilfe leisten können und der Antragsteller ein Verein oder ein anderer, von der Körperschaft-Steuer befreiter Träger sein muss. 

Ob Städte und Gemeinden als Antragsteller in Frage kommen, muss im Einzelfall geprüft werden. Entscheidend ist dabei die Frage, ob Sie uns nach einer Förderung eine Zuwendungsbescheinigung ausstellen oder bestätigen können, dass die Mittel für gemeinnützige Zwecke verwendet werden. 

Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne jederzeit bei mir melden.

 

Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Thome

 

Herzenssache e.V.

Projektförderung

 

SWR
Südwestrundfunk
Am Fort Gonsenheim 139
55122 Mainz


01753428510

 

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Herzenssache e.V. Die Kinderhilfsaktion in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

 

 

Herzenssache e.V. verarbeitet Ihre personenbezogenen Daten. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte unseren Hinweisen nach Artikel 13 DSGVO.

Wiederaufbau der Wärme- und Energieversorgung im AW-Kreis 
Online-Veranstaltung zur Entwicklung der Dorfwärmeprojekte im Ahrtal Aufgrund der Zerstörung vieler Heizungsanlagen durch die Flut wurden in den betroffenen Ortschaften […] 
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Zusätzliche Fördergelder für zukunftssichere Sanierungen nutzen 
Leitfaden der Energieagentur bietet Orientierungshilfe Welche zusätzlichen Fördermittel können bei einer Sanierung von Gebäuden mit den „Unwetterhilfen“ der Investitions- und […] 

 

Vereinsumfrage im AW-Kreis: Ergebnisse liegen vor 
Projektteam „Weitermachen! Kreis Ahrweiler“ unterstützt auch im Einzelfall Rund 150 Vereinsvorstände und ehrenamtlich Engagierte aus dem Kreis Ahrweiler haben in […] 
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01.04.2022

Newsletter zum Wiederaufbau in Rheinland-Pfalz
30.03.2022

Sehr geehrter Herr Juchem,

auch bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz haben sich nach der Flutkatastrophe im Ahrtal und in der Eifel zahlreiche Betroffene gemeldet. Die wichtigsten Fragen, einzelne Antworten und weiterführende Internet-Links benennt Ulrike von der Lühe, geschäftsführender Vorstand.

Zu welchen Themen hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau im Ahrtal und in der Eifel am häufigsten beraten? Was waren und sind die größten Probleme der von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen aus Verbrauchersicht?

Zu Beginn gab es einige rechtliche Fragen zu verloren gegangenen Dokumenten und zu Anlaufstellen für Hilfeangebote. Große Beratungsschwerpunkte waren die Themen Versicherung, Sanierung und Energiefragen.

Beim Thema Versicherungen ging es um Fragen wie: Wie weise ich den entstandenen Schaden bei der Versicherung nach? Was mache ich, wenn der Gutachter nicht kommt? Was kann ich tun, wenn ich unterversichert bin oder wenn die Elementarschadenversicherung für ein zerstörtes oder beschädigtes Haus nicht oder nicht im vollen Umfang zahlen möchte?

Im Baubereich ging es um Fragen wie: Was muss bei den beschädigten Häusern entfernt werden – Innenputz, Außenputz, Estrich, Dämmmaterialien? Können historische Fachwerkbauten getrocknet werden? Wie erkenne ich Belastungen durch Schadstoffe? Können durchnässte Baustoffe oder Bauteile gerettet werden? Wie und wie lange sollte getrocknet werden? Wie finde ich Sachverständige, Handwerker etc.? Wo erfahre ich, ob ich mein Haus abreißen muss, ob ich sanieren oder wieder neu aufbauen darf? Wie werde ich entschädigt, wenn ich auf meinem Grundstück nicht mehr bauen darf? Zudem gab es Fragen zu Mietminderung bei vermieteten Wohnungen und zur Rentabilität einer Sanierung.

Im Energiebereich wurden Fragen gestellt wie: Welche Heizungsalternativen habe ich, wenn keine Ölheizung im Überschwemmungsgebiet mehr eingebaut werden darf? Welche Optionen habe ich für meine defekte Heizung, und gibt es eine Übergangslösung, um über den Winter zu kommen? Wird meine zehn Jahre alte Pelletheizung nach dem Flutschaden wieder gefördert? Welche energetischen Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle sind nach dem Flutschaden sinnvoll? Macht eine Wärmepumpe im Altbau Sinn?

In zwei Fällen war das Haus im Überschwemmungsgebiet verkauft. In einem Fall war noch kein Geld geflossen und noch keine Grundbucheintragung erfolgt, im anderen Fall alles schon erledigt. Hier ging es um die Frage, wie man sich über die Bezifferung und Beseitigung der entstandenen Schäden einigen könnte und ob es Urteile dazu gibt.

Was können und sollten Betroffene tun, wenn die Elementarschadenversicherung für ein zerstörtes oder beschädigtes Haus nicht zahlt oder nicht im vollen Umfang zahlen möchte?

Die Verbraucherzentrale bietet unter (06131) 28 48 868 eine kostenlose telefonische Erstberatung. Solche Streitigkeiten sind auch durch die Rechtsschutzversicherung gedeckt, wenn eine Privat- und Familienrechtsschutzversicherung vorliegt und der Vertragsrechtschutz Teil des Vertrages ist. Ist keine Rechtsschutzversicherung vorhanden, kann auch eine Rechtsanwaltskanzlei für Versicherungsrecht eingeschaltet werden.

Betroffene können zudem einen Antrag auf Aufbauhilfe Rheinland-Pfalz 2021 stellen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB).

Wie kann man sich vor unseriösen Angeboten schützen?

Am besten sollten Handwerker beauftragt werden, die aus der Region stammen. Gerade unseriöse Anbieter täuschen teilweise eine Ortsansässigkeit vor. Eine Festnetznummer mit lokaler Vorwahl allein ist noch keine Garantie, dass der Handwerksbetrieb tatsächlich dort ansässig ist. Prüfen Sie dies besser so weit wie möglich nach. Bei Anbietern aus Internetsuchmaschinen ist Vorsicht angesagt, wenn sie nur eine 0800-Nummer oder Handynummer angeben. Hier sollte unbedingt das Impressum überprüft werden. Bei der Suche nach Anbietern aus der Region können Berufsverbände behilflich sein.

Sinnvoll ist es, Vereinbarungen zu Leistungen, Anforderungen und Preisen schriftlich festzuhalten und sich nicht auf mündliche Absprachen zu verlassen. Wenn möglich, sollten vor Auftragsvergabe mehrere Kostenvoranschlägeeingeholt werden, die die Leistungen möglichst detailliert beschreiben.

Weitere Informationen bietet die Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/handwerker. Hilfreiche Informationen gibt es auch auf der Seite www.handwerk-baut-auf.de.

Gibt es weitere Tipps, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau geben kann?

Betroffene können sich bei der Verbraucherzentrale unabhängig zu Energie- und Baufragen beraten lassen. Ausführliche Informationen zu den Beratungsangeboten und Kontaktmöglichkeiten finden sich auf der Internetseite der Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/beratung-rlp. Die erfahrenen Beraterinnen und Berater geben auch Hinweise zum nachhaltigen und klimaschonenden Bauen und Modernisieren. Beratungsangebote zum barrierefreien Bauen bietet die Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/barrierefreiheit.

Die Verbraucherzentrale rät außerdem dringend dazu, den Versicherungsschutz des Hauses umfassend zu prüfen. Ist eine Hausrat- und Wohngebäudeversicherung vorhanden und der Versicherungsumfang ausreichend? Die Flut hat gezeigt, wie wichtig eine Versicherung gegen Naturgefahren ist. Beratung und Informationen bietet die Verbraucherzentrale. Umfangreiche Informationen rund um die Flut und damit einhergehende Fragen finden Betroffene zudem unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/starkregen-hochwasser-unwetter-62849.

Vielen Dank, Frau von der Lühe!

Die Landesregierung bleibt an Ihrer Seite.

Mit freundlichen Grüßen

 
Nicole Steingaß
Staatssekretärin
Landesbeauftragte für den Wiederaufbau 

 

Newsletter zum Wiederaufbau in Rheinland-Pfalz
01.04.2022

Sehr geehrter Herr Juchem,

am gestrigen Donnerstag haben wir Günter Kern (auf dem Foto rechts) aus seiner Tätigkeit als Vor-Ort-Beauftragter im Ahrtal verabschiedet. Bereits drei Wochen nach der Flut hatte er auf Bitten der Landesregierung diese Aufgabe übernommen. Für sein Engagement kehrte der frühere Landrat und Staatssekretär im Innenministerium damals aus seinem Ruhestand zurück – und half seither als Leiter des Verbindungsbüros in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wir erlebten ihn einmal mehr als Anpacker mit seiner direkten und verbindlichen Art, pragmatische Lösungen für Probleme zu finden.

„Es war viel hereingebrochen über die Menschen, über die Bürgermeister“, sagt Günter Kern im Rückblick. In den ersten Wochen galt es, die unmittelbaren Folgen der Katastrophe zu beseitigen. Nun sei die Zeit des Aufräumens weitgehend vorbei. „Die Priorität ist klar auf Wiederaufbau gerichtet: Wie gestalte ich mein Dorf neu? Das fragen sich viele Bürgermeister“, sagt der 65-Jährige. Dafür werden die Kommunen und das Verbindungsbüro noch einige Zeit benötigen. 

Als Bindeglied hat sein Büro im Innenministerium oft den Kontakt zwischen den Kommunen zu anderen Ministerien, aber auch zu Akteuren wie der Bahn hergestellt. „Die Ortsbürgermeister sind wichtige Sensoren. Den innigen Kontakt zur Bevölkerung gilt es weiterzuführen“, sagt Kern. Bremsen zu lösen auch im kleinen, Nachhaken bei einzelnen Problemen und Missverständnisse zu klären – dafür stand Günter Kern. 

Vielen Dank, Günter Kern!

Neuer Leiter des Verbindungsbüros wird Thomas Weimer (auf dem Foto links). Seit 2018 arbeitete er als Richter in Rheinland-Pfalz, zuletzt am Landgericht Koblenz. Auch ihm war es ein Herzensanliegen, zu helfen: Bereits kurz nach der Flutkatastrophe unterstützte er den Krisenstab der ADD. Seit November ist er ins Innenministerium abgeordnet, um dort den Wiederaufbau zu unterstützen. Mit ihm führt nun ein vor Ort geschätzter Kollege das Büro weiter. Unter anderem erwarb er sich große Verdienste bei der Errichtung einer mobilen Gasversorgungsanlage in Bad Neuenahr-Ahrweiler durch das Land.

Die Landesregierung bleibt an Ihrer Seite.

Mit freundlichen Grüßen

 
Nicole Steingaß
Staatssekretärin
Landesbeauftragte für den Wiederaufbau 

 

30.03.2022

22.03.2022

Wiederaufbau Rheinland-Pfalz

Newsletter zum Wiederaufbau in Rheinland-Pfalz
22.03.2022

Sehr geehrter Herr Juchem,

die Industrie- und Handelskammer leistet wichtige Beiträge für den Wiederaufbau. Doch wie genau? Der Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, Arne Rössel, gibt Auskunft.  

Die IHK Koblenz hat Spenden gesammelt und unterstützt die Flutregionen. Wie sieht diese Hilfe konkret aus? Wie können Betroffene Hilfen aus den Spenden bekommen?

Nach der verheerenden Flut am 14./15. Juli 2021 hat die IHK Koblenz umgehend einen Fluthilfefonds eingerichtet, um betroffenen Unternehmen, deren Existenz durch das Hochwasser bedroht war, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Die Spendenbereitschaft der Mitgliedsunternehmen war groß, insgesamt konnten 437.142,30 Euro gesammelt werden. Auch die Vollversammlung der IHK Koblenz hat 100.000 Euro in diesen IHK-Hilfsfonds gespendet. Mit dem Geld wurden 232 von der Flut geschädigte Betriebe finanziell unterstützt, über die Verteilung hat ein eigens dafür eingerichtetes Gremium aus Unternehmerinnen und Unternehmern entschieden.
 
Doch der Spendenfonds ist nur ein Baustein des Hilfsangebots – von Anfang an war es uns besonders wichtig, vor Ort zu unterstützen. Zum Beispiel mit den mobilen IHK-Hochwasser-Infospots, bei denen Mitarbeitende der IHK an zentralen Punkten entlang der Ahr Betroffene zu Soforthilfen und finanziellen oder rechtlichen Belangen beraten haben. Gerade in der Anfangszeit war die Beantragung der Soforthilfe oft sehr schwierig, es fehlte an der nötigen Infrastruktur, und die Telefon- und Internetversorgung funktionierte im Ahrtal nur eingeschränkt. Deshalb brachten die IHK-Mitarbeitenden wichtige Formulare und Anträge ausgedruckt zu den Infospots mit und halfen beim Ausfüllen. Wir führen viele verschiedene Veranstaltungsformate im Ahrtal durch, zum Beispiel die IHK-Unternehmens-Dialoge, bei denen sich regelmäßig direkt und indirekt betroffene Betriebe mit Vertretern der IHK über Probleme, Fragen und Perspektiven für die Wirtschaft im Ahrtal austauschen. 

Da die Büroräume der IHK-Regionalgeschäftsstelle Bad Neuenahr-Ahrweiler von der Flut zerstört wurden, sind die IHK-Mitarbeitenden im Verlagsgebäude des Linus Wittich Verlags (Wilhelmstr. 17, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler) untergebracht. Hier finden Beratungen statt, auf Wunsch aber auch in den Betrieben vor Ort. 

Was unternimmt die IHK darüber hinaus zum Wiederaufbau?

Die IHK Koblenz steht betroffenen Unternehmen für Beratungsgespräche zur Verfügung – zum Beispiel über die Fördermittel zum Wiederaufbau. Einer der ersten Schritte unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe war die Einrichtung einer Hotline (Telefon 0261-106-502) und einer E-Mail-Adresse (fluthilfe@koblenz.ihk.de). Hier stehen unsere Experten aus allen Fachbereichen betroffenen Betrieben zur Seite und helfen bei allen Belangen. Zusätzlich sind alle wichtigen Informationen auf der Website der IHK Koblenz zusammengefasst (www.ihk-koblenz.de/hochwasser) und Newsletter werden regelmäßig an die Betriebe im Ahrtal verschickt. Das Webinar zur Wiederaufbauhilfe, das wichtige Fragen zum Online-Antragsverfahren beantwortet, haben wir aufgezeichnet, damit es jederzeit online abrufbar ist. Zu den Aufgaben der IHK gehören außerdem die Ausstellung der Kammerbestätigung und die Beratung zur Findung von Sachverständigen, die für die Beantragung der Wiederaufbauhilfe bei der ISB nötig sind. Informationen zu Sachverständigen gibt es auch online unter https://svv.ihk.de.

Auf politischer Ebene setzt sich die IHK für die Anliegen der Unternehmen ein, um die Region schnellstmöglich gemeinsam wieder voranzubringen. In einem 12-Punkte-Plan haben wir wesentliche Forderungen zusammengefasst und Vorschläge für das Wiederaufbaumanagement erarbeitet. Als Stimme der Wirtschaft sucht die IHK Koblenz regelmäßig den Dialog mit der Politik. Zuletzt zum Beispiel bei der Podiumsdiskussion der Rhein-Zeitung und RPR1, „Wie geht es weiter im Ahrtal?“ am 15. März 2022, an der IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing teilnahm. Darüber hinaus gibt es einen fortlaufenden Austausch mit dem Wirtschaftsministerium und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), in dem wir auf häufige Fragen und Herausforderungen der Mitgliedsunternehmen hinweisen.

Außerdem führt die IHK Koblenz unter dem Titel #andieAHRbeit verschiedene Veranstaltungen durch, sowohl digital als auch vor Ort. Dazu gehören Informationsveranstaltungen und Workshops für Unternehmen im Kreis Ahrweiler – auch in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Themen sind der Aufbau nach der Flut, Handel, Tourismus oder Mitarbeiterakquise im Gastgewerbe. Kommende Veranstaltungen sind unter anderem:
  • die Veranstaltungsreihe „Zukunft Tourismus und Gastgewerbe im Ahrtal“ in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium, dem Landkreis Ahrweiler/Ahrtal-Tourismus e.V., dem DEHOGA, der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, der Energieagentur Rheinland-Pfalz und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord
  • die Auftaktveranstaltung des Partizipationsprozesses zum Thema „Innenstädte der Zukunft“ am 23. März in Heimersheim in Kooperation mit der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • ein „Wirtschaftsforum“ am 30. Mai im Kloster Marienthal

    Mehr zu diesen Veranstaltungen unter: https://www.ihk-koblenz.de/produktmarken/ihk-geschaeftsstelle-bad-neuenahr-ahrweiler/-andieahrbeit-veranstaltungen-5435770
Woran hakt es zurzeit?

Zwar wurde für den Wiederaufbau seitens der Verwaltung inzwischen ein grober Rahmen gesetzt, doch für einen zügigen, individuellen Aufbau benötigen wir ein pragmatisches, abgestimmtes und zügiges Verwaltungshandeln. Viele drängende Fragen sind noch offen: Wie und was genau darf wiederaufgebaut werden? Bei wem bekommt man bis wann welche Genehmigungen? Außerdem fehlen Förderprogramme zu hochwasserangepasstem Bauen. Und auch der Blick auf das Gesamterscheinungsbild der Region ist wichtig – hier braucht das Ahrtal eine übergeordnete Koordination mit konkreten Ansprechpartnern, die Ideen sammeln, Projekte auf den Weg bringen, Entscheidungen treffen und die Schritte des Wiederaufbaus klar kommunizieren. Ein Gesamtkonzept muss entworfen und umgesetzt werden. 

Bund und Land haben eine großes und solidarisches Hilfspaket geschnürt, aber auch hier gibt es Förderlücken und Nachbesserungsbedarf. Noch immer kommen Gelder nicht dort an, wo sie benötigt werden. Gründe hierfür sind unter anderem die komplizierten Anträge: Für Einzel- und Kleinunternehmen ist die Mehrbelastung oft nicht stemmbar, häufig muss der Steuerberater erneut hinzugezogen werden. Die Kosten für Gutachten müssen vorgestreckt werden, und oft gibt es hier auch erhebliche Kapazitätsschwierigkeiten, weil die Sachverständigen bereits ausgebucht sind und die Geschädigten auf einen Termin warten müssen. 

Auch die Überbrückung von Umsatzausfällen sollte verlängert werden, denn bislang ist diese nur über sechs Monate vorgesehen. Ein weiteres Problem ist, dass nur 80 Prozent des Zeitwerts ausgezahlt wird, was in vielen Fällen die Frage aufwirft, ob sich ein Wiederaufbau überhaupt lohnt. Große Schwierigkeiten haben auch Unternehmen mit Geschäftsführenden in einem Alter ab Ende 50, die noch keinen Nachfolger haben. Aufgrund der fehlenden Fortführungsperspektive sind sie nicht antragsberechtigt und haben daher keinen Anspruch auf Entschädigung.

Hier aktivieren wir dann zum Beispiel unsere IHK-Lotsen. Das Lotsenteam besteht aus ehrenamtlichen Spezialisten, die mit ihrer Expertise als ehemalige oder aktive Geschäftsleute und Führungskräfte den Betrieben, die von Schäden durch die Überschwemmungen betroffen sind und deren Existenz in Frage steht, beraten. Sie begleiten beratend einen Neubeginn, bei Fragen zur Unternehmensnachfolge oder zur Finanzierung und helfen zum Beispiel bei der Erstellung eines Businessplans. Die ehrenamtlichen Lotsen der IHK Koblenz nutzen ihre Kontakte und vermitteln Hilfe, wo sie dringend gebraucht wird. 

Vielen Dank, Herr Rössel! Sie nennen eine Reihe von Baustellen, auf denen wir arbeiten. Über hochwasserangepasstes Bauen informieren zum Beispiel das Finanzministerium und die Architektenkammer mit der SGD Nord in einer Veranstaltung am kommenden Mittwoch. Für die beschleunigte Antragsbearbeitung bei der ISB stockt die Landesregierung das Personal um weitere neun Mitarbeitende auf. Und mittlerweile sind knapp 85 Prozent der vollständigen Anträge auf Aufbauhilfe bei der ISB bewilligt. Die Architektenkammer bietet auf ihrer Webseite umfangreiche Listen von Sachverständigen zur Schadensbewertung.


Die Landesregierung bleibt an Ihrer Seite.

Mit freundlichen Grüßen

 
Nicole Steingaß
Staatssekretärin
Landesbeauftragte für den Wiederaufbau 

 

15.03.2022

07.03.2022

Newsletter zum Wiederaufbau in Rheinland-Pfalz
07.03.2022

Sehr geehrter Herr Caspers,

viele Menschen im Ahrtal haben Schreckliches erlebt. Traumatherapeutin Katharina Scharping ist Chefärztin an der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Bad Neuenahr-Ahrweiler und leitet das Traumahilfezentrum in Grafschaft-Lantershofen, das das Land im Dezember 2021 eröffnet hat. Sie sagt, wie es den Menschen geht und wie das Traumahilfezentrum unterstützt.

Wie geht es den Menschen, die zu Ihnen kommen?

Es geht ihnen schlecht. Viele sind belastet, sie klagen über Schlafstörungen, Ängste, sie grübeln, sind antriebslos oder leiden unter Schreckhaftigkeit. Sie haben die Flutnacht erlebt und erinnern sich immer wieder daran. Manche verloren ihr Zuhause oder gar ihre Angehörigen. Jetzt, in der dunklen Jahreszeit, kommen die Menschen zur Ruhe und realisieren allmählich, wie viel Angst sie hatten und was sie verloren haben. Viele Leute sind einfach total erschöpft.

Was leistet das Traumahilfezentrum?

Das Traumahilfezentrum hat vier Vollzeitstellen, verteilt auf neun Köpfe. Wir bieten offene Sprechstunden, medizinisch-psychologische und soziotherapeutische Beratung,  und Informationsveranstaltungen. Wir haben auch ein offenes Café eingerichtet, das allerdings wegen Corona noch ausgesetzt ist. Nur wenige wollen allerdings einfach so vorbeikommen, die meisten möchten einen individuellen Termin. Unser Terminkalender im März ist voll. 

Wie helfen Sie dann den Menschen?

Wichtig ist Zuhören und Verständnis zeigen. Wir erklären zum Beispiel Strategien zur Selbstberuhigung, etwa durch Atemtechniken und Muskelentspannung. Zu uns kommen die Menschen zunächst einmal nicht als Patienten, das ist eine Besonderheit. Therapieplätze bei Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sind zurzeit rar. Wir vernetzen die Angebote, etwa auch beim Beratungsbus oder bei der Hilfe des Landkreises und der Stadt im Zelt der Caritas in Ahrweiler. Zu uns kommen auch Helferinnen und Helfer: Siebeneinhalb Monate haben auch sie schreckliche Geschichten gehört oder selbst erlebt, da sind viele ausgebrannt. 

Was ist das Besondere bei den Helfern?

Vor allem die ehrenamtlichen  Helfer haben keine automatische Supervision, die zum Beispiel darauf achtet, dass sie ausreichend Pausen machen. Wir haben das Phänomen, das keiner auf dem Schirm hatte: Es gab nicht nur eine kollektive Traumatisierung, sondern auch eine kollektive enorme Hilfsbereitschaft. Und dadurch viele ausgebrannte und sekundär traumatisierte Helfer. Dabei vergisst mancher, dass er sich auch selbst schützen muss und nicht bis zur Selbstaufgabe helfen kann.

Vielen Dank, Frau Dr. Scharping!

  • Das Traumahilfezentrum hilft bei der Vermittlung von Therapien im Ahrtal. Telefonische Terminvereinbarung: 02641-2079099. Web: www.thz-ahrtal.de
Die Landesregierung bleibt an Ihrer Seite.

Mit freundlichen Grüßen

 
Nicole Steingaß
Staatssekretärin
Landesbeauftragte für den Wiederaufbau 

24.02.2022

Wiederaufbau Rheinland-Pfalz

Newsletter zum Wiederaufbau in Rheinland-Pfalz
24.02.2022

Sehr geehrter Herr Caspers,

rund sieben Monate nach der Flutkatastrophe im Norden von Rheinland-Pfalz hat die Landesregierung eine erste Dokumentation des Wiederaufbaus vorgelegt. Auf 114 Seiten zeigt unser Bericht, wie das Land nach den verheerenden Ereignissen vom 14./15. Juli 2021 eine Wiederaufbauorganisation initiierte, Soforthilfen leistete, gemeinsam mit Bund und Ländern einen Aufbauhilfefonds einrichtete und die Neuerrichtung der zerstörten Infrastruktur in den Flutgebieten anstieß. 

„Für die Landesregierung hat der Wiederaufbau in allen betroffenen Regionen höchste Priorität“, sagte Innenminister Roger Lewentz. In Texten, Zahlen und Bildern zeigt der Bericht nicht nur eindrucksvoll das ungeheure Ausmaß der Zerstörungen, sondern vor allem die Vielfalt der Arbeit der Helferinnen und Helfer vor Ort. Die Dokumentation würdigt die Solidarität der Menschen untereinander und die Hilfe und Unterstützung, die in ganz Deutschland bis heute mobilisiert wurde und wird, um den Betroffenen zur Seite zu stehen.

Daneben dokumentiert der Bericht auch die beachtlichen Fortschritte, die es beim Wiederaufbau bereits gibt. Bund und Länder haben in einem Akt größter Solidarität 15 Milliarden Euro Aufbauhilfe für Rheinland-Pfalz bereitgestellt. Mittlerweile sind wir so weit, dass alle betroffenen Kommunen ihre jeweiligen Aufbaumaßnahmen aufgelistet haben. Beträchtliche Förderungen an Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen sind bereits geflossen. 

Diese Fortschritte stehen nicht nur auf dem Papier, sondern sind in den Flutgebieten vielerorts auch sichtbar. Wo nach der Katastrophe noch Schutthalden und Krater waren, sind die Gebiete heute längst geräumt und die Aufbauarbeiten teils in vollem Gange. Auch diese hoffnungsvollen Eindrücke macht der Wiederaufbaubericht mit seinen Texten und Bildern sichtbar und begreifbar.

Der Wiederaufbaubericht steht hier zum Download zur Verfügung. Das Abschlusskapitel des Berichts zeugt vom Mut, von der Entschlossenheit und vom Optimismus, der bei vielen Menschen vor Ort spürbar ist: Eine junge Familie erzählt von ihrem ganz persönlichen Wiederaufbau nach der Naturkatastrophe und ermutigt mit ihrer Geschichte alle Beteiligten dazu, die nächsten Schritte Richtung in Zukunft zu gehen.

Die Landesregierung bleibt an Ihrer Seite.

Mit freundlichen Grüßen

 
Nicole Steingaß
Staatssekretärin
Landesbeauftragte für den Wiederaufbau 

18.02.22

17. Februar 2022 
Update: Aktuelle Information zur Wetterlage 
Da insbesondere der Deutsche Wetterdienst (DWD) bislang für morgen, 18. Februar 2022, keine Wetterwarnung herausgegeben hat, besteht aus Sicht der […] 
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17. Februar 2022 
Für den Artenschutz: Bäume und Hecken bis Ende Februar zurückschneiden
Wer Bäume und Sträucher fällen beziehungsweise roden oder andere Gehölze und Hecken beseitigen oder massiv zurückschneiden möchte, sollte damit jetzt […] 
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16.02.22

in den nächsten Tagen finden Termine zur orientierenden Rechtsberatung statt.

Die Teilnahme ist kostenlos; es wird jeweils ein Themenbereich mit den Rechtsspezialisten behandelt.

 

Es wäre toll, wenn das an die Bürger:innen weitergegeben würde.

Informationen rund um das Mietrecht

Termine:

  • 17.02.2022, Ahr-Akademie in Bad Neuenahr
  • 23.02.2022, Zirkuszelt in Dernau

Downloads:

Problemfelder rund um das Versicherungsrecht
Konflikte mit Handwerkern vermeiden und lösen

Termine:

  • 21.02.2022, Zirkuszelt in Dernau
  • 24.02.2022, Ahr-Akademie in Bad Neuenahr

Downloads:

Hier der Link:

https://www.handwerk-baut-auf.de/aktuelles/meldung/orientierende-rechtsberatung-ahrtal

Die Anmeldefristen sind bis auf einen Tag vor Beginn verlängert.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Barbara Krutzsch

Inhaltliche Betreuung der Infopoints

Tel: 02641 – 87 – 284

Mobil: 01523 – 7639849

Wiederaufbau Soziale Infrastruktur: Staatssekretär Profit informiert sich über aktuelle Projekte und Maßnahmen 
14. Februar 2022
Bereits wenige Tage nach der Flutkatastrophe im Ahrtal hat der Runde Tisch „Soziale Infrastruktur“ seine Arbeit aufgenommen und in der […]
Weiterlesen ...

14.02.2022

11. Februar 2022 
AWB informiert: Müllabfuhr verschiebt sich über Karnevalstage 
Abfallanlagen an allen Tagen geöffnet – Alle Termine auch im Internet Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises Ahrweiler (AWB) hat Änderungen in […] 
Weiterlesen ...

08.01.2022

Sehr geehrter Herr Juchem ,
 
mutig haben wir die erste Kundenzeitung im Jahr 2022 unter den Titel Wiederaufbau gestellt.
 
Die Sturzflut im Juli 2021 ist für das Ahrtal eine echte Zeitenwende. Nach der „Blaulichtphase“ schloss sich die lange „Phase der Provisorien“ an.
 
Wir haben bis zum Ende des Jahres 2021 die wesentlichen Provisorien im Abwasser-, Wasser-, Gas-, Strom- und Verkehrsbereich mit aufgebaut – auch wenn hier trotzdem noch viele Mitbürger nach wie vor keine Wärme im eigenen Haus haben.
 
Die Provisorien sind oft unstabil und teuer. Trotzdem brauchen wir sie zurzeit.
 
Der Wiederaufbau lässt sich vor allem im organisatorischen und planerischen Bereich langsam erkennen. Die Kernaufgaben in der jetzt beginnenden Phase lauten Kommunikation und Koordination.
 
Erste Erfahrungen und Erkenntnisse möchten wir gerne hier mit Ihnen teilen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen. 

 
Herzliche Grüße und einen guten Start ins neue Jahr!
 
 
i. A. Stephanie Zwicker
Marketingassistentin

Durchwahl: 02641 91189-37
Mobil: 0176 19118937
 

BERTHOLD BECKER
Büro für Ingenieur- u. Tiefbau GmbH
Ehlinger Straße 14
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel.: 02641 91189-0

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Kundenzeitung Berthold Becker
Kundenzeitung Nr_ 33.pdf
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4. Januar 2022
Update: Hochwasserschutz
Die Beobachtung der Wetterlage sowie der Pegelstände der Ahr, ihrer Nebenflüsse und -bäche erfolgt derzeit durch die Technische Einsatzleitung des […] 
Weiterlesen ...
4. Januar 2022
2022: Kreis blickt entschlossen in das neue Jahr 
Konzentration auf Wiederaufbau – Positive Entwicklungen im gesamten Kreis vorantreiben Die weiterhin dynamische Entwicklung der Corona-Pandemie und insbesondere die Flutkatastrophe […] 
Weiterlesen ...

 

Wiederaufbau Rheinland-Pfalz

Newsletter zum Wiederaufbau in Rheinland-Pfalz
04.01.2022

Sehr geehrter Herr Juchem,

die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord erfüllt als Obere Landesbehörde mehrere Aufgaben: Gewerbeaufsicht, Wasser- und Abfallwirtschaft, Bodenschutz, Raumordnung, Landesplanung, Naturschutz und Bauwesen. Joachim Gerke, Abteilungsleiter für den Bereich Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Bodenschutz, moderiert die interne Arbeitsgruppe Wiederaufbau, in der auch die Kreisverwaltung Ahrweiler eingebunden ist. Der 62-Jährige erklärt, warum es wichtig ist, schnell und unkompliziert Dinge zu entscheiden.

Vor welchen besonderen Herausforderungen steht die SGD Nord zurzeit?


Die Herausforderungen sind vielfältig. Die Phase des Aufräumens geht zu Ende, der Wiederaufbau hat begonnen. Naturgemäß entsteht ein großes Spannungsfeld dadurch, dass die Grundbedürfnisse der Menschen nach einem Dach über dem Kopf und nach einer warmen Wohnung der Dauer von Planungsabläufen entgegenstehen.

Derzeit beschäftigen wir uns intensiv mit der Vorprüfung von potentiellen Ersatzwohnbauflächen. Diese werden uns von den Gemeinden benannt. Gibt es Restriktionen, die in einem einfachen, schnellen Bauleitplanverfahren entgegenstehen? Erste Hürden werden schon von uns aus dem Weg geräumt, damit die Aufstellung von Bebauungsplänen durch die Gemeinden nicht Jahre, sondern wenige Monate braucht.

Kann ich im neuen Überschwemmungsgebiet wieder aufbauen und was muss ich beachten? Diese Frage stellen sich gerade viele Menschen im Ahrtal. Täglich gehen bei uns Dutzende von Anrufen und Anfragen über die zentrale Rufnummer und Mailadresse ein. Nach den Einwohnerversammlungen im Oktober ging das richtig los. 

Dann sind da diese unendlich viele Fragen vor Ort, über die schnell entschieden werden muss. Häufig sind mehrere Behörden oder verschiedene Fachbereiche betroffen. Wir haben daher gemeinsam mit der Kreisverwaltung Ahrweiler eine AG Wiederaufbau ins Leben gerufen. In dieser besprechen wir täglich die Probleme, die an uns herangetragen werden und die eine schnelle Lösung brauchen.

Und schließlich ist da die Erwartung der Menschen im Ahrtal, dass sie in Zukunft besser vor Hochwasser geschützt sind. Dazu haben sich der Kreis, die Städte und die Verbandsgemeinden zur Hochwasserpartnerschaft Ahr zusammengeschlossen. Wir begleiten die Kommunen im Ahrtal bei der Aufstellung eines Hochwasservorsorgekonzeptes fachlich und unterstützen auch personell.

Viele Menschen brauchen vorrangig Handwerker, Geld und neue Klarheiten. Wie kann da die SGD Nord konkret unterstützen?

Wichtig ist, dass wir für die Menschen da sind, wenn sie uns brauchen. Wir haben daher mehrere Mitarbeiter, die fast jeden Tag draußen sind. Das sind unsere Ansprechpartner für die Ortsbürgermeister. Und wichtig ist, dass wir schnell und unkompliziert entscheiden. Das ist nicht immer einfach, weil uns nach den großen Zerstörungen durch das Hochwasser häufig die Daten fehlen, die uns die Entscheidungen erleichtern. Beispielsweise haben wir noch keine neue Vermessung der Geländehöhen, es wird ja in den Vorländern noch aufgeräumt. 

Lässt sich sagen, wie viele Fälle Sie mit Blick auf die Naturkatastrophe unterstützt haben, und können Sie einmal ein Beispiel beschreiben?

Nein, über die Anzahl der Fälle habe ich den Überblick verloren. Als Beispiel möchte ich eine Herausforderung nennen, die mittlerweile Geschichte ist. Wohin mit den Unmengen an Sperrmüll? Der Sperrmüll, der sonst in Jahrzehnten anfällt, musste schnell aus dem Tal abtransportiert werden. Die Entsorgungskapazitäten im Kreis reichten nicht aus. Wir haben den Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises Ahrweiler unterstützt, Entsorgungsmöglichkeiten in ganz Rheinland-Pfalz und in den Nachbarbundesländern zu finden. Das war nicht einfach. Auch die Hochwassergebiete in der Westeifel und in NRW standen vor diesem Problem. Für die Ablagerung der Massen auf den Deponien in den Nachbarkreisen haben wir innerhalb von wenigen Tagen die erforderlichen abfallrechtlichen Genehmigungen erteilt. Das dauert normalerweise Monate. 

Manche empfinden die Arbeiten der Behörden als langwierig und aufwendig. Wie schnell ist die SGD Nord tatsächlich? Und wie lange dauert es, bis die neuen Überschwemmungsgebiete verbindlich ausgewiesen sind?

Oh, da muss ich mit einem Missverständnis aufräumen. Nur weil wir das Instrument der vorläufigen Sicherstellung für das Überschwemmungsgebiet (ÜSG) genutzt haben, ist es nicht unverbindlich. Es entfaltet die gleiche Wirkung wie ein ÜSG, dass per Rechtsverordnung ausgewiesen wurde. 

Die Abgrenzung und Ausweisung eines Überschwemmungsgebiets erfolgt im engen Zusammenwirken mit dem Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz. Aktuell müssen wir uns aufgrund der Hochwasserereignisse vom Juli an zwölf Gewässern in der Eifel darum kümmern, dass neue ÜSG erarbeitet werden.
 
Für die Neuvermessung der Gewässer und des Talraums, die mathematische Modellierung der maßgebenden Hochwasserwellen, die Qualitätssicherung der gefundenen Grenzen im Gelände und die Beteiligung der Öffentlichkeit rechnen wir ein bis zwei Jahre, bevor eine Rechtsverordnung für ein Überschwemmungsgebiet steht. 

Vielen Dank, Herr Gerke!
 
Die Landesregierung bleibt an Ihrer Seite.

Mit freundlichen Grüßen

 
Nicole Steingaß
Staatssekretärin
Landesbeauftragte für den Wiederaufbau 
 
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